21.09.2016

Endstation Einsamkeit

 
Ich bade in einem Meer aus Schmerz. Ich tauche in einem See aus Sehnsucht. Die süße Frucht vom Baum der Weisheit hat mich nicht genährt. So stehe ich hier im Regen getrieben von der verzweifelten Hoffnung, er möge die Last auf meinen Schultern hinfortspülen. Und während ich scheitere, bin ich gleichzeitig froh darüber, dass er meine Tränen verbirgt.
 
Wie gern wäre ich jetzt bei dir. Obgleich ich deinem Atem gleich neben mir lausche, ist deine Seele anderswo. Irgendwo fern von mir. Und ich frage mich, wann ich sie verloren habe. Ich frage mich, ob es je ein Zurück gibt. Nichts wird je wieder so sein, wie es einmal war. Aber vielleicht anders. Anders als jetzt. Besser als jetzt. Doch wie soll ich noch glauben, wie soll ich vertrauen, wenn die Flügel der Hoffnung längst gebrochen sind und mich nirgendwo mehr hintragen.
 
Ich blicke voran und bin erfüllt von Angst, ich blicke zurück und das Vergangene erfüllt mich mit Trauer. Im Hier und Jetzt ist nichts.
 
Was soll ich nur tun?